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Juli 2011

Liebe Kunden und Freunde von OnlineDialog,
schönen Sonntag!

Google+ ist im Moment in aller Munde. Es wurde in vergangenen Tagen viel dazu publiziert. Google+ wird abwechselnd zum Facebook-Killer stilisiert oder zum Scheitern verurteilt. Wir wollen Ihnen heute ein paar allgemeine Informationen zukommen lassen, um Ihnen bei der Einordnung des neuen Dienstes zu helfen.

Google+

10.07.2011

Q: Kann ich Google+ als Unternehmen nutzen? Sollte ich es bereits heute tun?
Es wird Unternehmenspräsenzen auf Google+ geben.
Diese Funktion steht jedoch noch nicht allgemein zur Verfügung. Dies ist auch nicht weiter problematisch, da Sie aufgrund der geringen Nutzerzahl sowieso noch keine signifikante Zielgruppe erreichen könnten. Nutzen Sie die Zeit lieber, sich genaue Gedanken um eine spezifische Strategie für Google+ zu machen.

So könnte das Ergebnis einmal aussehen:

Sie können sich jedoch schon jetzt um eine Nutzung in der Beta-Phase für Unternehmen bewerben. Gerne nehmen wir diese Bewerbung auch für Ihr Unternehmen, ihren Ort oder ihre Marke vor (natürlich kostenfrei und ohne weitere Verbindlichkeiten). Für den Erfolg können wir aber nicht garantieren - nach unseren Informationen werden jedoch zunächst amerikanische Unternehmen bevorzugt, anschließend werden solche Unternehmen aufgeschaltet, die bereits Unternehmensdienstleistungen von Google nutzen (Google Adwords, Youtube Company Channel). Vermutlich wird es auch bei Google+ keine direkte Nutzungsgebühr für Unternehmen geben, die Nutzung wird aber unter Umständen an das Buchen von Medialeistung gebunden werden (analog zum Youtube Company Channel).
Bitte nutzen Sie keine Privatprofile für Ihre Unternehmensinhalte. Dies ist, wie aktuell auch bei Facebook, weder sinnvoll noch gestattet!

Q: Hat Google+ ein Killerfeature, was für seinen Erfolg garantiert?
A: Social Media kennt viele Ausprägungen. Facebook betont hier ganz klar die soziale Seite. Es geht um das Vernetzen mit realen Freunden und Interaktion mit denselben. Die Präsenz von Themenwelten ist weniger stark ausgeprägt.
Google+ hingegen ist zur Verbreitung von Inhalten entwickelt wurden. Die Intimität der Nutzer und ihre Verbindung untereinander tritt in den Hintergrund, die Auswahl in der Nutzeraufmerksamkeit wird wohl stärken von Themen als von der Beziehung zum Absender abhängen.
Google hat zum Juli 2011 die bisherige Google Realtime Search, die auf Basis von Twitter Daten gespeist wurde, abgeschaltet. Es ist höchstwahrscheinlich, dass dieser Dienst in Zukunft mit Daten von Google+ versorgt werden soll. Dieser Zusammenhang könnte es für alle Publizierenden extrem wichtigmachen, bei Google+ rechtzeitig präsent zu sein. Aus diesem Grund wird, nach unserer Einschätzung, Twitter deutlich stärker unter Google+ leiden, als es Facebook tun wird.


Für die private Nutzung zweifellos interessant ist die Verbindung mit den extrem leistungsstarken Diensten von Google, mit Google News, Alerts und Docs. Das System hat Dashboardpotential!

Q: Brauche ich Facebook überhaupt noch?
Ein ganz klares Ja. Das Potential im Social Media Bereich ist mehr als groß genug für 2 Big Player.

Q: Soll ich den Google+ Button nun auf meiner Website nutzen? Hat er ein vergleichbares Potential wie der Like-Button? Wo sollte er positioniert werden?
A: Analog zum Facebook Like-Button raten wir zur breiten Positionierung des Buttons, also nicht nur einem Button für ihre Website, sondern jeder teilbare Inhalt sollte einen Google+ Button tragen. Sie sollten die Einführung aber nicht übers Knie brechen! Heute weiß der durchschnittliche Nutzer mit dem Button noch vergleichsweise wenig anzufangen, es könnte eher verwirrend wirken. Das wird sich schnell ändern, sofern das Netzwerk Erfolg hat.
Der Google+ Button kann mittelfristig deutlich größere Effekte haben, als der Facebook Like Button. Denn Google wird diese realen Nutzerbewertungen auch in die Bewertung des organischen Suchindexes einfließen lassen. Damit ist unsere Aussage, dass eine Social Media Präsenz auch gleichzeitig Suchmaschinenoptimierung ist, in diesem Fall direkt bestätigt.
Mit dem Einsatz sind vergleichbare Datenschutzbedenken wie mit dem Facebook Like Button verbunden. Diese können deshalb auf dieselbe Art und Weise ausgehebelt werden.

Q: Welche Datenschutzbedenken ergeben sich bei der Nutzung von Google+ als Privatperson?
A: Das größte Risiko besteht in der Verknüpfung von Datenbeständen. Google weiß schon heute sehr viel über uns, insbesondere wenn wir Anwendungen von Google nutzen. Insbesondere sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie Adressbücher von Google Mail an den Dienst übertragen. Falls Sie ein Smartphone mit Android nutzen, wird Ihnen die Funktion angeboten ihre privaten oder beruflichen Adressbuchdaten an den Dienst übertragen. Davon kann man nur abraten!

PS: Sollten Sie Google+ privat nutzen wollen und sich aufgrund einer Überlastung nicht anmelden können, können Sie uns ebenfalls kontaktieren, gerne senden wir Ihnen einen Einladungscode per Email.





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